Angriff auf einen taz-Redakteur durch antizionistsiche Linke.
In der Nacht vom 12. auf den 13. Juni 1982 versuchte eine Gruppe antizionistischer Linker, den taz-Redakteur Johann Legner anzugreifen. Sie warfen ein Fenster zu seiner Wohnung ein und beschmierten die Hauswand neben seiner Haustür mit dem Schriftzug: „Liebe Hausbewohner! Hier lebt ein Zionisten- und Faschistenschwein unter Ihnen. Schmeißt ihn raus!“ Nur der Umstand, dass Legner in dieser Nacht zufällig nicht zu Hause war, sorgte dafür, dass er unverletzt blieb. Johann Legner hatte zuvor einen Artikel mit dem Titel „Das Leid zweier Völker"" veröffentlicht, in dem er sich mit dem zunehmenden (israelbezogenen) Antisemitismus der deutschen Linken während des Libanonkriegs 1982 auseinandersetzte. Die Täter, die am Folgetag ein Bekennerschreiben veröffentlichten, bezeichneten darin die „taz als Meinungsmacher der Herrschenden in diesem Schweinesystem“ und behaupteten: „Die taz reiht sich damit in den staatslich verordneten Propagandafeldzug der bürgerlichen Schweinepresse gegenüber dem Völkermord im Libanon ein.“ Legners Ausführungen zum wachsenden Antisemitismus in der deutschen Linken, ordnete das Schreiben wie folgt ein: „Diejenigen, die die Vernichtungsmaschinerie der Zionisten und Yanks verurteilen, sind für ihn antisemitisch, womit er eine beginnende Solidarisierung in der Palästina-Frage verhindern will.“ Unterschrieben war das Bekennerschreiben mit: „Antifaschistische Aktionsgruppen. Sieg im Volkskrieg! Es lebe die palästinensische Revolution